Wiederbelebung

Ein Lebenszeichen.

Mein letzter Post ist 10 Monate her. Fast fertig war er noch länger. Ich hatte mir 2018 viel vorgenommen mit diesem Blog und dann mittendrin das Handtuch geworfen, weil wieder ein neues glänzendes tolles Ding da war, dem ich hinterherjagen wollte.

Dieses Jahr über waren eine ganze Menge neuer toller glänzender Dinge da, die mich vom jeweiligen bisherigen tollsten glänzenden neuen Ding weggelockt haben. Damit ist jetzt Schluss. Ich möchte Dinge beenden, die ich anfange und danach feststellen können, dass sie gut oder scheiße waren. 

Ich werde es nicht länger ertragen mich sagen zu hören: Hätte ich das mal durchgezogen.

Genug der Absichtserklärungen. Taten warten. Was wieder eine Absichtserklärung ist. Worauf dieser Artikel folgt.

Schluss mit Bullshit

Im Jahr 2018 habe ich viel gelernt über das, was man im Internet ja alles machen muss. Instagram, Facebook, YouTube, viel Content, erzähle von deinen Zielen, beeindrucke alle, um dir den Druck zu machen auch tatsächlich abzuliefern. Online Marketing, Social Media Marketing, Personenmarke kreieren. Ich will nicht sagen, dass das Bullshit ist. Tu ich aber.

Nicht Bullshit für jeden. Bullshit für mich. In dieser Lebensphase und unter diesen Umständen.

Ich bin überzeugt, dass die Strategie aufgeht, wenn man ein solides Fundament mitbringt. Dieses Fundament kann nicht aus “fake it till you make it” bestehen. Nicht für mich. Ich will nicht die große Selbstvermarktung starten, bevor es ein selbst gibt, dass sich zu vermarkten lohnt.

Ich habe keine Lust mehr von Zeug zu reden, über das ich selbst nur vom Hörensagen etwas kenne. Ich habe keinen Bock darauf Beiträge zu posten, um Beiträge zu posten. Weil ich meine Quote erfüllen muss. Ich bin nicht in der Lage nachhaltig Content zu produzieren, der nur das wiederkäut, was 1000 andere schon einmal genau so gesagt haben. Entweder ich habe das Gefühl, dass ich mit meinem Blickwinkel etwas anders beleuchten kann oder es gilt Fresse halten.

Das habe ich anfang des Jahres nicht mehr geschafft und dann hing ich, als ich endlich wieder ordentliche Artikel in der Mache hatte, so weit hinterher, dass ich es ganz gelassen habe. Du kennst das sicherlich. 

Wenn man vergessen hat jemandem zum Geburtstag zu gratulieren und sich dann nicht traut nachträglich zu gratuliere. Dann würde es ja auffallen. Deswegen will man es entweder totschweigen oder mit einer fancy Überraschung overdelivern und es dadurch wieder gut machen. Was man nie tut, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, weil man so perfektionistisch dran geht, dass es nie fertig wird. Das ist irrational und dumm und es passiert immer wieder. Auch das will ich nicht mehr 😀

Werte

In diesem Jahr 2019 habe ich mich mit vielen Geschäftsmöglichkeiten beschäftigt. Und damit, ob sie etwas für mich sind oder nicht. Ich werde in meinem Jahresrückblick noch genauer darauf eingehen. Den Jahresrückblick werde ich dieses Mal auch tatsächlich zu ende schreiben und veröffentlichen. Wieder eine Absichtserklärung. Schauen wir mal, was draus wird.

Nachdem ich bei dem einen oder anderen Experiment festgestellt habe: “so nicht”, begann eine Phase der intensiven Selbstreflektion. Da habe ich angefangen mir unangenehme Fragen zu stellen und viel Zeit damit verbracht die Antworten dazu zu finden.

Esoterischer Selbstfindungskram nur ohne Yoga und Räucherstäbchen. Unter anderem kam dabei heraus, auf welche Werte es mir bei Arbeit, Freizeit, Side-Hustles, Freundschaften und sonst etwas ankommt. Ein paar Werte. Meine persönlichen Werte. Keine Erwartungen, die ich an die sämtliche Menschheit stelle, sondern an mich selbst. Die Reihenfolge ist rein willkürlich:

  • Integrität
  • Ehrlichkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Ehrgeiz
  • Eigenverantwortung

Diese Werte sind nicht vom Himmel gefallen, sondern dabei herausgekommen, dass ich viel Zeit darauf “verschwendet” habe, sie herauszuarbeiten mit dem esoterischen Selbstfindungskram ohne Yoga und Räucherstäbchen. Andere sagen auch Persönlichkeitsentwicklung.

Ziele

Rückblickend ist es einfach die vermeintlichen Gründe zu finden, warum gewisse Vorhaben nicht funktioniert haben. Eine der Sachen ist, dass ich nicht diszipliniert genug war.

Nicht diszipliniert genug, um jeden morgen früh aufzustehen. Nicht diszipliniert genug, um so lange weiterzumachen, bis die Aufgabe fertig ist. Nicht diszipliniert genug, um früh genug ins Bett zu gehen. Nicht diszipliniert genug, um regelmäßig Sport zu machen. Nicht diszipliniert genug, um die nervige Aufgabe anzugehen, die man ewig aufschiebt, die einen aber am meisten voranbringt. Nicht diszipliniert genug, um die unangenehme soziale Konfrontation einzugehen. Nicht diszipliniert genug, um regelmäßig Blogartikel zu schreiben.

Es wäre einfach alles auf diese Disziplin zu schieben. Aber Disziplin ist bekanntermaßen ein Muskel, den man trainieren kann. Aus Können wird Müssen, wenn man sich darauf verlassen will. Training durch Zielen. Zum einen mit Zielen, die auch erstrebenswert genug sind, dass die Disziplin mit der Zeit kommt. Zum anderen Ziele, die mit den inneren Werten übereinstimmen, damit keine inneren Grabenkämpfe und ständige Zweifel entstehen. Das ist, was mich davon abhält überhaupt den ersten Schritt zu machen.

Um eine Phrase zu dreschen: “Die Menschen warten immer auf die Motivation, um etwas anzugehen. Doch die Motivation kommt erst, während man schon dabei ist umzusetzen.”

Keine Ahnung, wer das gesagt hat, belehrt mich gerne

Bei vielen meiner bisherigen Unternehmungen empfand ich das Ziel als erstrebenswert, doch der Weg stand nicht im Einklang mit meinen Werten. Oder ich fand den Weg geil, doch es gab kein Ziel, keine Klarheit, wohin es gehen soll.

Ich habe Ziele aus der falschen Motivation heraus verfolgt oder bin Hobbys nachgegangen ohne dabei irgendwelche Ziele zu verfolgen.

Das schöne neue glänzende Ding erweist sich dann langfristig als eher matt, stumpf und alt und gar nicht mehr so erstrebenswert.

Dieser Blog hatte das Ziel eine Reichweite im Internet aufzubauen, um dann irgendwann Affiliate-Einnahmen zu generieren. Das ist ein erstrebenswertes Ziel, doch der Weg, wie ich ihn mir vorgestellt hatte, stimmte nicht mit meinen Werten überein.

Im Detail werde ich sicher hier und da in anderen Blogposts noch einmal darauf eingehen, mit welchen Werten dieses und jenes nicht übereinstimmt.

Laberrhababer: Ich wähle nur noch Ziele, die mit meinen Werten übereinstimmen.

Der Blog

Was habe ich jetzt also vor mit diesem Blog? Das ist so eine Sache…

Diesen Blog zu betreiben hat für mich nach wie vor das Ziel Reichweite zu bekommen. Allerdings sekundär. Nicht als Mittel zum Zweck, um danach dann den Traffic durch einen Funnel zu schicken oder direkte Affiliate Provisionen zu erhalten. Wenn das kommt, freue ich mich und ich hoffe auch, dass sich das mit der Zeit ergibt.

Mich kotzen die ganzen Blogs an, die nur noch aus Werbung bestehen und Artikel schreiben, um Affiliate Links zu platzieren. Da stehen Informationen drin, die nicht neu sind, verpackt in weichgespülten Aussagen, die die Meinungen von anderen Leuten konservieren. Man erkennt ihnen das Schema F an, nach dem sie arbeiten.

Ich werde garantiert auch Affiliate Links unterbringen. Allerdings mit einem anderen Ansatz als die meisten Bloggerkollegen ihn propagieren. Ich will keine Artikel schreiben, um Umsatz zu generieren. Ich will die Leute nicht mit 1000 nervigen Werbeunterbrechungen á la “Hier meine Depotempfehlung” nerven.

“Ich empfehle nur, was ich selber gut finde” beten viele. Man merkt jedoch relativ schnell nach zwei drei Artikeln, was echte Begeisterung ist und was welcher Post aus reinem Selbstzweck veröffentlicht wird. Ja, wahrscheinlich haben sie wirklich objektiv geschrieben, aber gäbe es den Artikel über P2P Plattform XY auch, wenn sie kein Affiliate Programm hätten? Entsprechend viel Mühe wird sich bei der Erstellung gegeben und das liest man. Ich verfolge einen anderen Ansatz zu diesem Empfehlungsmarketing, den ich in Zukunft im nötigen Disclaimer erläutern werde.

Was ist also mein primäres  Ziel mit diesem Blog?

Was ich will, ist meinen Werdegang zu einem hoffentlich erfolgreichen Investor und Unternehmer zu dokumentieren mit allen Tälern und allen Höhen. Alle Sonnen- und Schattenseiten. Und einer Menge kontroverser Diskussionen in den Kommentaren.

Vielleicht begleitet den Blog noch ein YouTube Kanal oder ein Podcast, wenn sich das alles ergibt.

Am Ende soll das hier aber eine Dokumentation werden und kein Schwamm, aus dem ich den letzten Pfennig an Umsatz wringen kann. Scheiß auf den Umsatz, ich will geilen Content schreiben. Content, auf den ich selbst zurückblicken und sagen kann, dass es den Weg und die Entwicklung einer Person zu einem Unternehmer cool erzählt. Umsatz kann ich dann sicher irgendwo anders machen.

Ausblick

Umsatz ist das, was bei den Experimenten und Unternehmungen herauskommen soll, die ich hier Dokumentiere. Ich will nicht nach oben kommen, indem ich davon schreibe, wie man nach oben kommt. Ich will davon schreiben, was ich tatsächlich unternehme, um nach oben zu kommen und warum ich glaube, dass es funktionieren wird. 

Um dann später diesen Blog zeigen zu können, wie es wirklich geklappt hat. 

Um vor allem zu zeigen, welche Experimente nicht geklappt haben und woran sie meiner Meinung nach gescheitert sind. 

Um dann die ganze Geschichte zu haben und nicht nur die Retrospektive in den Erfolgsratgebern dieser Welt, die viele Details auszulassen scheinen.

Dieser Blog ist mein öffentliches Miss-/Erfolgsjournal. Ein Tagebuch, aus dem Du mitnehmen kannst, was du willst. Oder auch ablehnen und für Dich von der Liste der Dinge streichen, die Du ausprobieren willst.

In den nächsten Monaten kannst Du Artikel zu folgenden Themen erwarten, die mich in den letzten zwei Jahren begleitet haben: 

  • Jobwechsel
  • Wohnungssuche
  • Herausfinden, was ich überhaupt erreichen will
  • Ziele setzen und verfolgen
  • Wie meine Investitionen laufen
  • Bisherigen Experimente für Nebeneinkommen und zukünftige Pläne
  • Bisherige Karriere und Pläne für die Zukunft im Hauptjob als App Entwickler
  • Das ständige schlechte Gewissen, nicht produktiv genug zu sein
  • Gute und schlechte Gewohnheiten
  • Meine Erfahrungen mit der Vertriebsoffensive von Dirk Kreuter und ähnlichen offenen Seminaren/Massenveranstaltungen
  • Mein Affiliate Marketing Ansatz

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